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Medikamente mit oder ohne Rezept?



Apotheker bei der Arbeit
Krankheiten gezielt bekämpfen

In Deutschland kann man nicht jedes Medikament einfach und überall kaufen. Das hat seine guten Gründe: Einerseits ist der Beratungsbedarf bei Arzneimitteln hoch. Wer weiß schon, welches Medikament für seine Magenschmerzen gut ist, ob es besser Kautabletten oder ein Gel zum Einnehmen sein sollte und wann und wie oft man das Medikament einnehmen muss? Hier ist ganz klar die Beratung von Arzt oder Apotheker gefragt - um Sicherheit beim Arzneimittelgebrauch zu bekommen und Neben- wie Wechselwirkungen zu vermeiden.
Starke Wirkung braucht starke Beratung aus der Apotheke

Je nach Anwendung, Darreichungsform oder Wirkstoffkonzentrierung kennt der deutsche Arzneimittelmarkt verschiedene Formen der Medikamentenabgabe. Hinter verschreibungspflichtigen und rezeptpflichtigen Arzneimitteln verbirgt sich das Gleiche: Sie dürfen nur vom Arzt verordnet werden. Dies geschieht per Rezept - einem Formular, das neben Patientendaten wie Name, Alter, Wohnort und Krankenkasse die vom Arzt verschriebenen Arzneimittel enthält. Die verschriebenen Medikamente erhält man nur in der Apotheke.

Apothekenpflichtige Arzneimittel
sind zwar rezeptfrei, sie dürfen aber nur über die Apotheke abgegeben werden. Hier handelt es sich um Produkte, die noch fachliche Beratung benötigen. Die apothekenpflichtigen Arzneimittel stehen grundsätzlich hinter der Verkaufstheke - um zu erreichen, dass Kunden sie nur mit fachlicher Beratung kaufen können.

Die dritte Gruppe sind frei verkäufliche Arzneimittel mit nur schwach wirksamen Bestandteilen. Sie können auch von Drogerien oder Supermärkten vertrieben werden. Zu den frei verkäuflichen Arzneimitteln zählen viele Tees, Vitaminpräparate, Mineralstoffe oder allgemein Medikamente mit Pflanzenextrakten - doch auch bei solchen Arzneimitteln ist eine qualifizierte Beratung sinnvoll.

Ob ein Präparat rezept- oder apothekenpflichtig ist oder nicht, entscheidet eine Expertenkommission des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).
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