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Schuppenflechte (Psoriasis)



Bild einer Schuppenflechte am Ellenbogen.
© Shutterstock
Die Psoriasis vulgaris tritt typischerweise am Ellenbogen auf.
Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine nicht ansteckende Haut- und Systemerkrankung, deren Ursprung in einem multifaktoriellen Geschehen mit erblicher Komponente gesehen wird. In Deutschland leiden circa. 2-3 % der Bevölkerung an Psoriasis. Jeder fünfte Patient mit Schuppenflechte hat zusätzlich Gelenkbeschwerden. Die chronische Erkrankung tritt unabhängig von Hautfarbe oder ethnischer Zugehörigkeit auf. Eine Verhornungsstörung ist Ursache der typischen Haut- oder Nagelveränderungen bei Schuppenflechte: Die Oberhaut erneuert sich binnen weniger Tage, Zellen teilen sich rasend schnell, als Folge schuppt und verdickt sich die Haut.

Die Psoriasis hat viele Formen

Die Schuppenflechte tritt in Schüben auf, wobei sich das Krankheitsbild meist während der Sommermonate bessert. Sie kann in verschiedenen Erscheinungsformen auftreten: Bei der häufigsten Form, Psoriasis vulgaris, finden sich die Herde an den typischen Stellen: Ellenbogen, Knie, behaarter Kopf, Steißbein. Bei der Psoriasis inversa (auch Psoriasis intertriginosa) finden sich die Herde bevorzugt in den Körperfalten, also in den Achselhöhlen, der Leiste, im Anogenitalbereich oder am Bauchnabel. Auch die Nägel können von der Psoriasis betroffen sein: Tüpfelnägel oder gelb-bräunliche Verfärbungen der Nagelplatte sind für die Nagel-Psoriasis typisch. Bei der Psoriasis arthropathica (Psoriasis-Arthritis) sind die Gelenke mit betroffen. Meistens sind dies Finger- oder Zehengelenke, die chronisch-schmerzhaft entzündet und geschwollen sind. Auch die Wirbelsäule kann beteiligt sein. Für die seltene Psoriasis pustulosa sind eitrige Hautbläschen typisch, die entweder am gesamten Körper oder nur an Händen und Füßen auftreten können.

Kerzenfleckphänomen und das letzte Häutchen

Patienten mit der häufigsten Form von Schuppenflechte zeigen typische Hautveränderungen, die auch Psoriasis-Plaques genannt werden:
  • Rote Flecken auf der Haut, die mit trockenen, silbrig-glänzenden Schuppen bedeckt sind. Die Schuppen lassen sich wie Kerzenwachs ablösen (Kerzenfleckphänomen)
  • Ein roter Randsaum umgibt die erkrankten Hautherde,
  • Das Auspitz-Phänomen sichert die Diagnose: Lässt sich das „letzte Häutchen“ unter der Schuppenschicht abheben, tritt „blutiger Tau“ hervor: Die freigelegte Lederhaut sondert eine kleine punktförmige Blutung ab.
  • Manchmal jucken die entzündeten Hautareale stark.

Typische Auslöser für Schuppenflechte

Die Gene spielen vor allem bei den schweren Formen der Psoriasis mit frühem Krankheitsbeginn (vor dem 25. Lebensjahr) eine Rolle. Die meisten Menschen mit Schuppenflechte zählen zu dieser Gruppe. Die leichteren Formen treten meist später im Leben auf und sind zu einem geringerenDie Gene spielen vor allem bei den schweren Formen der Psoriasis mit frühem Krankheitsbeginn (vor dem 25. Lebensjahr) eine Rolle. Die meisten Menschen mit Schuppenflechte zählen zu dieser Gruppe. Die leichteren Formen treten meist später im Leben auf und sind zu einem geringeren Grad erblich bedingt. Die Erbanlage reicht allerdings meist nicht aus, um die Krankheit aufflammen zu lassen. Bestimmte Einflussfaktoren, die längst nicht alle bekannt sind, können die Psoriasis zum Ausbruch bringen: Dazu zählen 
  • Klima oder Arbeitsumgebung
  • mechanische Reize wie Druck, Reibung oder Verletzungen
  • allergene Stoffe
  • Stress und andere psychische Belastungen
  • Rauchen
  • Alkohol
  • Medikamente, 
  • Übergewicht, 
  • arachidonsäurereiche Ernährung
  • Infektionskrankheiten
  • Stoffwechselstörungenhormonelle Schwankungen, zum Beispiel durch eine Schwangerschaft oder die Wechseljahre






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