Mate - Ilex paraguariensis
Im Überblick
Der Matebaum ist ein bis zu 14m hoher, immergrüner Strauch oder Baum mit hellgrauem Stamm und elliptischen, ledrigen Blättern, die an den Rändern gekerbt sind. Die Blätter werden bis zu 20cm lang und 8cm breit. Die kleinen weißen Blüten sitzen büschelweise in den Blattachseln. Die kugeligen, rotvioletten Steinfrüchte erreichen eine Größe von 6 bis 8mm.
Man verwendet vom Matebaum/-strauch die Blätter. In gerösteter oder ungerösteter Form kommt Mate in den Handel.
Deutscher Name: Mate
Botanischer Name: Ilex paraguariensis
Familie: Stechpalmengewächse (Aquifoliaceae)
Herkunft: Die Pflanze wächst in Süd-Brasilien, Argentinien und Paraguay.
Anwendungsgebiete
Mate ist ein in Südamerika weit verbreitetes Aufgussgetränk mit einem rauchig-herben Geschmack. Therapeutische Eigenschaften:
- Anregend für Nerven, Muskeln und Stoffwechsel
- Harntreibend
- Speichel- und Magensaftbildend
- Schweißtreibend
- Keislaufstärkend
- Äußerlich anwendbar bei Ekzemen
- Hungerstillend
Dosierung und Anwendung
Tee:
1 Teelöffel (2g) zerkleinerte Mateblätter mit 150 ml siedendem Wasser übergiessen und nach 5 bis 10 Min. abseihen. Mittlere Tagesdosis: 3g
Bei kürzerem "Ziehen lassen" wird die anregende Wirkung des Tees verstärkt und der Geschmack angenehmer.
Wirkungen
Die Blätter des Matebaums enthalten bis zu 1,7% Coffein und bis zu 0,5% Theobromin, das auch in der Kakaobohne vorkommt. Des weiteren finden sich Chlorogensäure, Flavonoide, Saponine, Vitamine und ätherisches Öl.
Aufgrund des Coffein- und Theobromingehaltes wirken Zubereitungen mit Mateblättern stimulierend, leistungssteigernd und wassertreibend. Matetee soll auch unterstützend bei Diäten zum Abnehmen wirken und wird in der Reklame als "Schlankmacher" propagiert. Die Gewichtsabnahme erreicht man jedoch eher durch die Diät. Mate wirkt aber dämpfend auf den Appetit und bewirkt durch eine gesteigerte Diurese (Harnausscheidung durch die Nieren) einen Wasserverlust.
Hinweis
Während Schwangerschaft und Stillzeit nur mit Vorsicht anwenden! Das Coffein geht in die Muttermilch über und kann Schlafstörungen beim Neugeborenen verursachen.
Nicht bei Kindern unter 14 Jahren anwenden! Kinder reagieren empfindlicher als Erwachsene auf Coffein.
Nicht in höheren Dosen oder über längere Zeiträume anwenden!