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Angst hat viele Ursachen



Ob jemand eine Angststörung bekommt, hängt von seiner Angstbereitschaft ab. Unsere Gene sind daran beteiligt: Ein labiles vegetatives Nervensystem z.B. scheint für manche Menschen genetisch vorbestimmt zu sein; "schwache Nerven" können ängstlich machen. Auch der Hirnstoffwechsel folgt genetischen Informationen. Erfahrungen, Medikamente, Drogen und körperliche Erkrankungen können Angst begünstigen.

Angst als Krankheit macht sich oft in der Pubertät bemerkbar

Aus Untersuchungen weiß man, dass sich die meisten Angsterkrankungen erstmals in der Pubertät und im frühen Erwachsenenalter bemerkbar machen: Durch Lernen und Erfahrungen entwickelt sich nach und nach unsere Persönlichkeit. Die Gene liefern "nur" die biologische Grundlage für unser späteres Verhalten. Erlebnisse in der frühen Kindheit können Angst verursachen.

Kinder lernen durch Kopieren – auch übertriebene Angst

Laut Lerntheorie kopieren Kinder das ängstliche Verhalten der Eltern und "lernen" so, vor Situationen Angst zu haben, die eigentlich ungefährlich sind. Ein Beispiel: Überbehütende Eltern schränken ihre Kinder oft in ihrem Bewegungs- und Entdeckungsdrang ein, beim Laufen, Klettern oder Erforschen der Umwelt. Als Erwachsene werden diese Kinder später wahrscheinlich mehr Angst haben als andere.

Krank vor Angst durch Medikamente

Medikamente können Nebenwirkungen haben, die Angst begünstigen. So wurden z.B. einer Studie zufolge bei der Einnahme der "Abnehm-Pille" Rimonabant (Handelsname Acomplia) Angstgefühle als schwere psychische Nebenwirkung beobachtet. Angstzustände und Panikattacken durch das Malaria-Mittel Lariam (Handelsname Mefloquin) machten vor einigen Jahren Schlagzeilen. Auch starke Schmerzmittel können Angst verstärkend wirken, z.B. Opiate.

Drogen machen Angst – die Schattenseite des Rauschs

Die Liste der Angst begünstigenden Drogen ist lang: Alkohol, Cannabis, Halluzinogene, "magische Pilze", synthetische oder natürliche Drogen – Angst als psychische Störung ist oft nicht die einzige Schattenseite des Rauschs.
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