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Erysipel (Wundrose)



Das Erysipel, das auch Wundrose oder Rotlauf genannt wird, ist eine bakterielle Entzündung tieferer Hautschichten und Lymphwege. Ausgehend von kleinen Hautverletzungen wie Ekzemen, anderen Wunden (daher der Name "Wundrose") oder Fußpilz dringen Streptokokken, selten auch Staphylokokken, in die Haut ein und breiten sich rasch über die Lymphspalten der Haut aus.

Die Haut entzündet sich und es entsteht eine scharf abgegrenzte Hautrötung, die sich bald heiß anfühlt und schmerzt. Hinzu kommen ein gestörtes Allgemeinbefinden, Schüttelfrost und hohes Fieber. Das Erysipel heilt selten von alleine aus. Meistens schreitet es fort und muss im Krankenhaus behandelt werden. Menschen, die schon einmal an einem Erysipel erkrankt waren, bekommen es schneller wieder. Wird ein Erysipel nicht ausreichend therapiert oder kommt es häufig wieder, vernarben die betroffenen Lymphgefäße und es besteht die Gefahr eines chronischen Lymphödems, einer dauerhaften Wasseransammlung zwischen den Zellen. Im schlimmsten Fall führt dies zu einer Elephantiasis, einer abnormen Vergrößerung eines Körperteils.

Therapie des Erysipels

Rasterelektronenmikroskopisches Bild von Streptokokken.
© CDC/Janice Haney Carr
Beim Erysipel rufen über kleine Wunden eingedrungene Bakterien (Bild: Streptokokken) eine schwere Entzündung hervor.
Das Erysipel muss schnell und intensiv mit Antibiotika behandelt werden. In der Regel bekommen Patienten dazu im Krankenhaus eine Infusion. Nur in leichten Fällen kann eine ambulante Therapie mit Tabletten gewagt werden. Auf jeden Fall sollten Patienten strenge Bettruhe einhalten. Unterstützend können die betroffenen Hautareale mit kühlenden, desinfizierenden Umschlägen behandelt werden. Der betroffene Bereich wird hoch gelagert und ruhig gestellt.

Bestimmte Hautkrankheiten und allgemeine Erkrankungen können die Anfälligkeit für die Bildung eines Erysipels steigern. Daher müssen bei Menschen, die zu Erysipelbildung neigen, Grunderkrankungen so gut wie möglich therapiert werden. Dies gilt besonders für offene Eintrittspforten für die Bakterien wie etwa Fuß- oder Nagelpilz.

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