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Komplikationen bei HIV/AIDS: Candida-Infektion



Das durch Candida hervorgerufene Krankheitsbild Soor (Candidiasis, Candidose) ist die häufigste Pilzerkrankung bei Menschen mit HIV. Erkennbare Zeichen sind weißliche Ablagerungen auf den Zahnhälsen und in den Zahntaschen, auf der Zunge, an der Wangenschleimhaut und am hinteren Rachen. Ist der Pilzbefall auf die Mundhöhle beschränkt, genügen manchmal Lutschtabletten und Lösungen zum Auftragen, häufig ist jedoch eine systemische Therapie, z.B. mit Fluconazol oder Itraconazol notwendig.

Candida gehört auch mit zur natürlichen Schleimhautbesiedelung (Flora) des Magen-Darm-Traktes. Eine Behandlung mit Antibiotika zerstört die normale Flora, was dazu führen kann, dass sich Candida und andere Pilze übermäßig vermehren. Um die gesunde Darmflora wiederherzustellen kann u.a. Naturjoghurt helfen. Die darin enthaltenen Milchsäurebakterien wirken regulierend auf die Darmflora.

Der Vaginalsoor ist ein weiteres häufiges Problem. Beschwerden sind Juckreiz, Brennen, Ausfluss und Fremdkörpergefühl. Zur Vorbeugung eignen sich Scheidenzäpfchen, die Milchsäure oder Milchsäure produzierende Keime enthalten und das gesunde Scheidenmilieu wieder aufbauen.
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