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Krätze (Skabies)



Die Krätze oder Skabies wird durch Milben hervorgerufen, die sich in die oberen Hautschichten bohren und dort ihre Eier ablegen. In der Regel graben die Milben ihre Gänge an weichen, dünnen, feuchtwarmen Hautstellen, insbesondere zwischen den Fingern, im Bereich der Handgelenke und Unterarme sowie im Genitalbereich.

Typischerweise kommt es zu einem starken, meist nächtlichen Juckreiz, der über längere Zeit andauern kann. Die Krätze ist in der Regel gut therapierbar. Der häufig vermutete Zusammenhang zwischen schlechter Körperhygiene und dem Auftreten von Skabies besteht laut dem Robert Koch-Institut höchstwahrscheinlich nicht. Krätze kann sich überall dort ausbreiten, wo viele Menschen zusammenkommen und in direktem körperlichen Kontakt stehen. Betroffen sind vor allem Alten- und Pflegeheime, aber auch Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser.

Behandlung

Krätzemilbe unter dem Mikroskop.
© GNU
Krätzmilben nisten sich in die Haut ein und rufen starken Juckreiz hervor.
Krätze wird entweder mit Hautcremes, -sprays oder Tabletten behandelt, die die Milben abtöten. Mittel der Wahl ist eine permethrinhaltige Creme, die am besten abends auf den gesamten Körper aufgetragen und am nächsten Morgen mit Seife wieder abgewaschen wird. In der Regel reicht eine einmalige Anwendung. Die Substanz kann in abgeschwächter Konzentration auch bei Neugeborenen, Säuglingen, Schwangeren und Stillenden eingesetzt werden und wird meist gut vertragen. Aufgrund zahlreicher Kontraindikationen und stärkerer Nebenwirkungen sind Allethrin-Spray und Benzylbenzoat Hautmittel zweiter Wahl.

Bei hartnäckigen Epidemien in Pflegeheimen ist die Behandlung aller Heimbewohner und ihrer Kontaktpersonen, also auch des Pflegepersonals, oftmals die einzige Möglichkeit, die lästigen Milben loszuwerden. Während der Behandlung müssen Bettwäsche und Unterwäsche von Patienten täglich gewechselt und gereinigt werden. Auch die Desinfektion von Räumen, Fußböden, Vorhängen, Matratzen und Möbeln kann eine Weiterverbreitung der Milben verhindern.

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