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Antidepressiva: Einnahme nur kontrolliert



Die Verschreibungshäufigkeit von Antidepressiva hat mit dem Erscheinen einer neuen, nebenwirkungsärmeren Substanzklasse sprunghaft zugenommen: Ursache war hauptsächlich die Entwicklung der sogenannten „Glückspille“ Prozac in den USA. Antidepressiva sollten jedoch nur bei Vorliegen einer Depression verordnet werden. Deshalb sind sie beispielsweise bei Schlafstörungen nur geeignet, wenn diese durch eine Depression hervorgerufen wurden oder wenn die Schlafstörung zu depressiven Begleitsymptomen geführt hat.

Vielfältige Gefahren

Allerdings stehen auch die neueren Antidepressiva vom Typ der SSRI (englische Abkürzung für Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) im Verdacht, eine Abhängigkeit verursachen zu können. Eine Toleranzentwicklung der neueren Antidepressiva wurde ebenfalls beschrieben: Mit der Zeit benötigt der Patient immer größere Mengen der Substanz um den gleichen Effekt zu erzielen. Des Weiteren erhöhen sie, wie sämtliche Psychopharmaka, die Sturz- und Unfallgefahr.
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