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Mundfäule (Stomatitis aphtosa)



Es gibt unterschiedliche Herpes-Viren, die verschiedene Krankheitsbilder auslösen können. Im Bereich des Munds ist Herpes labialis (Herpes simplex-Virus) am häufigsten. Wer sich einmal infiziert hat, bleibt sein Leben lang Träger dieses Virus. Die Viren halten sich im inaktiven Zustand in Nervenzellen auf. Kommt es zum Beispiel durch eine Erkältung, starke Sonnenbestrahlung oder Stress zur Reizung der Lippen oder Schwächung der Immunabwehr, dann wird das Virus aktiv. Dies wird durch brennenden Juckreiz spürbar. Es bilden sich kleine Bläschen, die eine große Anzahl neuer Viren enthalten. Diese Bläschen platzen auf und heilen unter Schorfbildung aus.

Betrifft das Herpes simplex-Virus die Mundschleimhaut, entsteht die Mundfäule (medizinisch: Stomatitis aphtosa oder Gingivastomatitis herpetica). Die Mundfäule tritt meistens bei Kindern im Alter zwischen zwei und vier Jahren auf. Die Erkrankten leiden unter schmerzhaft geschwollenem Zahnfleisch, Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl. Die Mundschleimhaut ist übersät mit vielen kleinen Bläschen und Flecken. Alle Veränderungen heilen in der Regel nach zehn bis 14 Tagen ab.

Herpesviren lassen sich mit Salben behandeln, die ein Virostatikum (Wirkstoff gegen Viren) enthalten. Die Herpesbläschen platzen auf und heilen dann unter Schorfbildung aus. Weiterführende Themen
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