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Basistherapeutika bei rheumatoider Arthritis: Sulfasalazin



Sulfasalazin gehört zu den Basistherapeutika bei rheumatoider Arthritis (chronische Polyarthritis, Rheuma). Es wird neben der Behandlung der Gelenkentzündung auch zur Therapie chronisch entzündlicher Darmkrankheiten eingesetzt. Der Wirkstoff wird als Tablette gegeben. Die Dosis wird langsam gesteigert ("Einschleichen"), bis die gewünschte Menge erreicht ist.

Wirkungsweise

Der genaue Wirkmechanismus von Sulfasalazin ist nicht bekannt. Es beeinflusst die Produktion von Immunglobulinen (Antikörper, Abwehrstoffe des Immunsystems).

Behandlungsdauer

Sulfasalazin wird als Dauertherapie gegen die rheumatoide Arthritis eingesetzt. Mit einem Wirkungseintritt ist nach vier bis zwölf Wochen zu rechnen. Wenn nach sechs Monaten trotz Dosissteigerung keine Besserung eingetreten ist, sollte die Therapie überprüft werden.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen treten vor allem zu Beginn der Behandlung auf. Häufigere Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schwindelgefühl. Männer können vorübergehend unfruchtbar sein. Problematischer sind Nebenwirkungen, die Niere, Leber oder die Blutbildung betreffen. Der behandelnde Arzt kontrolliert daher in den ersten drei Monaten der Therapie alle zwei Wochen, im vierten bis sechsten Monat alle vier Wochen und danach alle drei Monate die Blut- und Urinwerte.

Kontraindikationen und Wechselwirkungen

Während einer Behandlung mit Sulfasalazin sollten Frauen nicht schwanger werden. Eine Weiterbehandlung bei Schwangerschaft und in der Stillzeit sollte mit dem Arzt besprochen werden. Starke Sonnenbestrahlung sollte vermieden werden.
Autoren und Quellen
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