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Schistosomiasis (Bilharziose)



Bilharziose (Schistosomiasis) ist eine parasitäre Infektionskrankheit. Der Pärchenegel (Schistosoma) wird von seinem Zwischenwirt, einer Schnecke, in warmen Binnengewässern verbreitet und kann bei Kontakt, zum Beispiel beim Baden, Waschen oder Trinken innerhalb weniger Minuten in die Haut eindringen. Von dort wandert er dann über Lymph- und Blutgefäße in verschiedene Organe und setzen sich dort fest.

Symptome und Krankheitsverlauf bei Bilharziose

Die Bilharziose äußert sich schon wenige Stunden nach der Infektion als starker Juckreiz an der Eintrittsstelle. Dieser klingt innerhalb von zwei Wochen meist wieder ab. In der akuten Phase der Erkrankung, etwa drei bis zehn Wochen nach der Infektion, zeigen sich teilweise lebensbedrohliches Fieber, Kopf-, Glieder-, Muskel- und Bauchschmerzen. Schwellungen der Milz, Leber und der Lymphknoten treten auf. Erfolgt bis zu diesem Zeitpunkt keine Therapie, kann die Erkrankung chronisch werden. Weitere Symptome richten sich je nach Organbefall des Körpers:
  • Harnblase und Harnröhre: Beschwerden beim Wasserlassen (Brennen), blutiger Urin und Schäden in der Blasenwand, die im schlimmsten Fall zu Blasenkrebs führen können.
  • Darm: Bauchschmerzen, Abgeschlagenheit und Gewichtsverlust. Bei schweren Verläufen kommt es zu schleimig-blutigen Durchfällen und bei längerem Krankheitsverlauf zu Veränderungen der Darmwand.
  • Leber und Milz: Allgemeine Oberbauchbeschwerden (Völle- oder Druckgefühl), Gewichtsverlust und Wasseransammlung im Bauch. In schweren Fällen führt die Erkrankung zu Leberversagen und damit zum Tode.
Die Bilharziose kann einen jahrelangen Verlauf nehmen. Dabei kann es in jedem Stadium zum Todesfall kommen.

Diagnose und Behandlung bei Bilharziose

Bilharziose kann der Arzt zum einen durch die Diagnose von Hautveränderungen, zum anderen durch Blut-, Urin- und Stuhlanalysen sowie durch Angaben des Betroffenen selbst feststellen. Spezielle Medikamente beseitigen die Parasiten. Je früher man zum Arzt geht, desto größer sind die Erfolgsaussichten einer Behandlung.

Wo kommt Bilharziose vor?

Die Bilharziose (Schistosomiasis) ist in Südamerika, der Karibik, Afrika und Ostasien verbreitet.Schätzungsweise sind weltweit 200 Millionen Menschen mit Bilharziose infiziert.
Weltkarte der Bilharziose-Verbreitung
© WHO, 2006

Mögliche Impfungen gegen Bilharziose

Es gibt derzeit keine Impfungen gegen Bilharziose.

Vorsorge gegen Bilharziose

Verzichten Sie auf jeglichen Kontakt mit stehendem, warmen Süßwasser – vor allem wenn es durch menschliche Ausscheidungen kontaminiert sein könnte. Trinken Sie kein offenes oder unaufbereitetes Wasser.

Aktuelle Hinweise zu Krankheiten im jeweiligen Reiseland gibt das Auswärtige Amt
Autoren und Quellen
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