Dieser Inhalt benötigt den Adobe Flash Player. Diesen können Sie unter http://www.adobe.com/go/getflashplayer kostenlos herunterladen.
  • Schriftgröße normal
  • Schriftgröße mittel
  • Schriftgröße maximal

Sodbrennen: Ursachen und Risikofaktoren



Normalerweise funktioniert der untere Schließmuskel der Speiseröhre am Übergang zum Magen wie ein Ventil und verhindert einen Rückfluss (Reflux) des stark sauren Mageninhalts in die Speiseröhre. Deren Schleimhaut ist nicht wie die Magenschleimhaut gegen die ätzende Säure geschützt. Die Erschlaffung dieses Schließmuskels, oft in Verbindung mit einer angeborenen zu großen Lücke im Zwerchfell am Mageneingang ist die grundlegende Ursache von Refluxkrankheit und Sodbrennen (Reflux).

Grafik: Speiseröhre und Magen
© vitapublic GmbH
Die Erschlaffung hängt mit einer herabgesetzten Muskelspannung (Tonus) des Schließmuskels zusammen. Wesentlichen Einfluss darauf hat die Zusammensetzung der Nahrung. Fettreiche Nahrung zum Beispiel reduziert den Tonus um zirka 30 Prozent. Aber auch Alkohol, Nikotin und manche Medikamente wie zum Beispiel die "Pille" sind Ursachen für eine Schwächung des Verschlusses.

Weitere Ursachen für Sodbrennen durch einen schlaffen Schließmuskel sind:

  • Übermäßige Magensäureproduktion: Nach einer üppigen, fettreichen Mahlzeit wird mehr Magensäure produziert, so dass der Ventilmechanismus nicht mehr standhält.
  • Zunahme des Drucks im Bauchraum: 80 Prozent der Patienten mit Sodbrennen sind übergewichtig. Die überflüssigen Pfunde verstärken den Druck auf den Schließmuskel, was vor allem nachts im Liegen zum Rückfluss von Mageninhalt führt.
  • Stress: Stress wirkt aufgrund seines Effekts auf das vegetative Nervensystem lähmend auf den Magen, die Nahrung verweilt dadurch länger im Magen. Das übt ebenfalls einen stärkeren Druck auf den Schließmuskel aus und ist somit Ursache für Sodbrennen.

Weitere Ursachen für Sodbrennen sind:

  • übermäßiger Verzehr von Alkohol, Kaffee und/oder Nikotin
  • fettes, süßes, saures oder stark gewürztes Essen
  • zu üppiges Essen
  • Schwangerschaft (die Gebärmutter drückt auf den Magen)
  • Zwerchfellbruch
  • bestimmte Medikamente (zum Beispiel Schmerzmittel)

Autoren und Quellen
Weiterführende Themen