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Therapie bei Sonnenbrand



Mit jedem Sonnenbrand (Dermatitis solaris) wächst die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken. Versuchen Sie deshalb, Sonnenbrand zu vermeiden.

Ist es doch zu einem Sonnenbrand gekommen, können Sie sich selbst helfen. Mit kühlenden Umschlägen und einer erhöhten Trinkmenge (Wasser, kein Alkohol) unterstützen Sie die Heilung. Zur Selbsthilfe gehören auch verschiedene Medikamente gegen Sonnenbrand: Er kann mit juckreiz- und entzündungshemmenden Gelen beziehungsweise Cremes behandelt werden. Sie enthalten Wirkstoffe wie Hydrokortison oder Antihistaminika.

Hydrokortison

Kortisonhaltige Medikamente beschleunigen die Wundheilung und lindern den Juckreiz. Entzündliche Prozesse gehen zurück. Die ohne Rezept erhältlichen Einreibungen enthalten den Wirkstoff Hydrokortison. Sie sollten zwei bis drei Mal täglich dünn auf die verletzte Haut aufgetragen werden. Allerdings dürfen diese Mittel nicht großflächig angewandt werden. Sie eignen sich beispielsweise nicht zur Behandlung des ganzen Rückens.

Antihistaminika

Antihistaminika (zum Beispiel Bamipin, Dimetinden, Clemastin oder Chlorphenoxamin) lindern ebenfalls die entzündlichen Prozesse und den Juckreiz in der sonnengeschädigten Haut. Als Gel angewandt kühlen sie die verbrannte Haut und wirken abschwellend. Reiben Sie die betroffenen Hautstellen mehrmals täglich ein. Einreibungen mit Antihistaminika dürfen nicht auf offene Wunden oder auf stark entzündete Hautpartien aufgetragen werden. Bei großflächiger Anwendung kann es zu Nebenwirkungen kommen, insbesondere bei Kindern.

Dexpanthenol

Zubereitungen mit Dexpanthenol fördern die Wundheilung. Reparaturmechanismen werden beschleunigt. Der Sonnenbrand heilt dann schneller ab. Spezielle Sprays mit Dexpanthenol kühlen und befeuchten zusätzlich die Haut. Sie können ohne Berührung aufgetragen werden und lindern sofort den Schmerz.

Entzündungehemmer und Schmerzmittel

Entzündungshemmer und Schmerzmittel (zum Beispiel Acetylsalicylsäure, Ibuprofen) wirken den entzündlichen Prozessen bei Sonnenbrand entgegen. Rechtzeitig eingenommen wird die Ausschüttung der entzündungsfördernden Stoffe vermindert und die Sonnenbrandsymptome werden abgeschwächt.

Pflanzliche Mittel

Die Wirkstoffe von Aloe vera wirken beruhigend auf die Haut. Als Gel aufgetragen kann die Pflanze gegen Sonnenbrand eingesetzt werden.

Von Hausmitteln wie Quark zur Kühlung ist abzuraten, da es zu Infektionen an der empfindlichen sonnenverbrannten Haut kommen kann.

Mehr zur Wirkung und Anwendung von Aloe vera erfahren Sie hier.

Tipp:
Bestimmte Medikamente (Antibiotika zum Beispiel Tetracycline, Mittel gegen Diabetes, blutdrucksenkende Mittel, Rheuma-Mittel oder Psychopharmaka) können die Haut empfindlicher für Sonnenlicht machen. Durch den Aufenthalt in der Sonne kann es zu unerwünschten Hautreaktionen kommen (Rötung, Brennen, Juckreiz). Meiden Sie während der Einnahme solcher Medikamente die direkte Sonneneinstrahlung. Beachten Sie entsprechende Hinweise im Beipackzettel oder fragen Sie in der Apotheke nach.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Gegenanzeigen

Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Anwendung von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Auch Mittel zum Einreiben können Wechselwirkungen zeigen.

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn
  • die Haut schwerwiegend geschädigt ist, das heißt stark gerötet und sich Blasen gebildet haben
  • die Hautreaktionen sehr großflächig ist (mehr als zehn Prozent der Hautoberfläche)
  • Sie starke Schmerzen haben
  • Sie mit Fieber, Schüttelfrost und/oder Übelkeit reagieren (Hinweis auf Hitzschlag oder Sonnenstich)
  • Kinder betroffen sind

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