Heilpflanzen / Bärentraubenblätter

Bärentraubenblätter - Arctostaphylos uva-ursi

Im Überblick



Deutscher Name: Bärentraube
Botanischer Name: Arctostaphylos uva-ursi
Familie: Heidekrautgewächse (Ericaceae)
Blütezeit: je nach Höhenlage von März bis Juli
Herkunft: Von der Iberischen Halbinsel über ganz Mitteleuropa bis hin zu Skandinavien, in Sibirien, Altai, Himalaja und in Nordamerika

Anwendungsgebiete

Die Bärentraube wird verwendet bei:
  • unkomplizierten Harnwegsinfekten.
Die Blätter der Bärentraube besitzen antibakterielle Effekte in den ableitenden Harnwegen und werden als Tee zur unterstützenden Behandlung bei Entzündungen der Harnwege oder bei akuter Blasenentzündung eingesetzt.
Der hohe Gerbstoffgehalt der Bärentraubenblätter kann zu Magen- und Darmbeschwerden wie Übelkeit und Erbrechen führen. Daher wird die Zubereitung des Tees mit kaltem Wasser (Kaltmazerat) empfohlen.

Dosierung und Anwendung

Tee:
1 gehäufter Teelöffel (2g) auf 150ml Wasser über Nacht kalt ansetzen (Kaltmazerat). Somit gehen die magenbelastenden Gerbstoffe weniger in die Lösung über.
3- bis 4-mal täglich eine Tasse des angewärmten Tees trinken. Die Tagesdosis sollte 10g betragen.

Wirkungen

Die heilkräftige Wirkung befindet sich hauptsächlich in den Blättern der Bärentraube. Als wirksame Inhaltsstoffe gelten Arbutin (Hydrochinon-Glykosid), Gerbstoffe und Iridoid-Bitterstoffe. Die antibakterielle Wirkung wird dem Arbutin bzw. seinen Stoffwechselprodukten zugeschrieben, aus denen im Harn Hydrochinon abgespaltet wird.
Die Blätter sollten möglichst einen hohen Gehalt an Arbutin aufweisen und gleichzeitig einen niedrigen Gehalt an freiem Hydrochinon besitzen. Daher wird empfohlen, die Blätter im Dezember oder Januar zu ernten und schnell zu trocknen.
Eine vegetarische Ernährung unterstützt den Heilerfolg.

Hinweis

Das aus Arbutin entstehende Hydrochinon besitzt in höherer Dosierung eine leberschädigende Wirkung und steht im Verdacht erbgutverändernde oder möglicherweise sogar krebserzeugende Wirkungen zu haben.

Daher keine Anwendung:
  • während Schwangerschaft und Stillzeit!
  • bei Kindern unter 12 Jahren!
  • bei schweren Leber- oder Nierenerkrankungen, Blut im Harn, Fieber oder gleichzeitig auftretenden Rückenschmerzen
  • Nicht länger als eine Woche und öfter als 5 mal pro Jahr ohne ärztlichen Rat!
Wenn durch die Einnahme keine erhebliche Besserung der Beschwerden innerhalb von einigen Tagen auftritt, sollte ein Arzt aufgesucht werden!

Bei magenempfindlichen Personen können Übelkeit und Erbrechen hervorgerufen werden.

Die antibakterielle Wirksamkeit von Bärentraubenblätterzubereitungen wirkt nur bei alkalischem Harn! Dies sollte durch Diät erreicht werden: Also viel Gemüse und Milchprodukte, kein Fleisch, keine Weißmehlprodukte oder Zucker essen!

Bei der Behandlung ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig, um eine gute Durchspülung der Harnwege zu erreichen.

Die Einnahme arbutinhaltiger Arzneimittel kann zu grünen bis blaugrünen Verfärbungen des Harns führen.