Speziallack gegen Nagelpilz
Nagelpilz ist besonders hartnäckig. Damit die Anti-Pilz-Wirkstoffe lange haften bleiben und tief eindringen können, wurden medizinische Lacke entwickelt. Man muss sie regelmäßig und dauerhaft anwenden, damit ihre Wirkung nachhaltig ist. Denn erst wenn gesunder Nagel nachgewachsen ist, kann man davon ausgehen, dass der Pilz tatsächlich abgeheilt ist. Das kann bis zu einem Jahr dauern.Im Überblick
Behandlung von innen und außen
Zur Behandlung von Pilzerkrankungen steht eine Reihe gut wirksamer Medikamente für die äußerliche und innerliche Anwendung zur Verfügung.
Für die
äußerliche Anwendung sind Cremes, Salben und Lacke im Handel. Vielfach werden sogenannte Breitbandantimykotika verordnet. Sie enthalten Wirkstoffe, die sowohl Faden- und Hefepilze als auch Bakterien vernichten können.
Die
innerliche Behandlung ist besonders bei großflächigem Befall sowie bei tiefen, entzündlichen Erkrankungen angezeigt. Nagelmykosen, bei denen bereits die
Nagelmatrix mit betroffen ist, müssen innerlich behandelt werden, damit es zu einer Abheilung kommt.
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Tipps zur Selbstmedikation
Bei Nagelpilzen gilt als Faustregel: Wenn mehr als ein Drittel des Nagels befallen ist oder wenn mehr als fünf Nägel betroffen sind, sollten Sie einen Arzt aufsuchen!
Ist die Diagnose sicher und die Ursache bekannt, kann man nach Rücksprache mit dem Arzt auch selbst behandeln. Doch auch dann gibt es einiges zu beachten.
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Gegenanzeigen Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Einnahme von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie Angaben dazu unter dem Begriff Gegenanzeigen. Pilzabtötende Medikamente werden im Allgemeinen gut vertragen. Hinweise zu den einzelnen Produkten finden Sie im Beipackzettel. Bei konkreten Fragen und individuellen Problemen berät Sie Ihre Apotheke oder Ihr Arzt gerne.
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Hilfe aus der Apotheke
Die Behandlung von
Nagelpilz ist in der Regel langwierig. Die erkrankte Stelle eines Nagels muss herauswachsen. Das kann bis zu einem Jahr dauern. Je früher behandelt wird, desto besser sind die Therapieaussichten. Kürzen Sie den befallenen Nagel so oft wie möglich. Es handelt sich dabei um eine ständige Infektionsquelle. Desinfizieren Sie Ihre Instrumente zur Nagelpflege nach jeder Anwendung.
Zur äußerlichen Behandlung von Nagelpilz gibt es spezielle Nagellacke. Wirkstoffe wie
Ciclopirox oder
Amorolfin durchdringen den Nagel bis zum Grund.
Die Behandlung kann Wochen, meistens sogar Monate in Anspruch nehmen. Wichtig ist die konsequente Anwendung ein- bis zweimal wöchentlich (je nach Herstellerempfehlung). Entfernen Sie vor dem ersten Auftragen mit einer Schere so viel wie möglich von dem erkrankten Nagelmaterial. Rauen Sie anschließend den betroffenen Nagel mit einer Sandpapierfeile (in der Packung enthalten) auf. So kann der Wirkstoff besser in den Nagel eindringen. Einmal wöchentlich muss die gesamte Lackschicht mit Alkoholtupfern gesäubert und entfettet werden.
Dann wiederholt sich alles. Das erkrankte Nagelmaterial wird entfernt, der Nagel aufgeraut, der Nagellack aufgetragen. Bei zwischenzeitlichen Beschädigungen der Lackschicht genügt es, nur die abgesplitterten Stellen neu mit Nagellack zu bepinseln. Am besten ist es, wenn Sie den Nagellack abends vor dem Zubettgehen auftragen. Aus dem medizinischen Lack kann dann innerhalb der Nachtstunden der Wirkstoff in den Nagel eindringen. Wenn Sie am nächsten Tag die Füße waschen oder duschen, ist der Wirkstoff bereits eingezogen.
Der amorolfinhaltige Nagellack darf nicht bei Patienten mit Diabetes mellitus, bei Durchblutungsstörungen oder bei entzündlichen Veränderungen am befallenen Nagel angewandt werden. Weitere Gegenanzeigen bestehen bei Fehlernährung oder Alkoholabhängigkeit. Über die Anwendung bei Kindern gibt es kein ausreichendes Datenmaterial. Der Wirkstoffstoff Ciclopirox eignet sich nicht für die Behandlung von Kindern. Die Behandlungsdauer mit Ciclopirox sollte laut Herstellerempfehlung maximal sechs Monate betragen.
Wenn der Pilz bereits das
Nagelbett befallen hat, wird der sich ständig neu bildende Nagel sofort infiziert. Dann kann man die Infektion nur noch durch die
Einnahme von pilzwirksamen Medikamenten bekämpfen. Diese Medikamente müssen vom Arzt verordnet werden. Die Wirkstoffe lagern sich dann „von innen“ in den wachsenden Nagel ein, sodass der neu gebildete Nagel nicht mehr infiziert werden kann.
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