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Die meisten Diabetiker können trotz der Stoffwechselkrankheit Auto fahren



Ein Diabetes ist kein Grund, aufs Autofahren zu verzichten. Die entscheidende Frage ist: Wie weit ist die Zuckerkrankheit fortgeschritten, mit welchen Folgekrankheiten geht sie einher? Der Patient spricht am besten mit seinem Arzt über die Frage der Fahrtauglichkeit.

Diabetes kann die Fahrtauglichkeit beeinträchtigen durch:

  • diabetische Augenkrankheiten
  • diabetische Nervenschädigung (Neuropathie). Die Nervenschädigungtritt vor allem in den unteren Extremitäten auf und beeinträchtigt die Sensibilität der Füße. Das bedeutet: Die elementaren Vorgänge beim Autofahren, Gas geben und Bremsen, können nicht mehr mit dem nötigen Feingefühl ausgeführt werden.
Auch ein schlecht eingestellterDiabetes stellt eine Gefahr dar, da er zur plötzlichen Unterzuckerung (Hypoglykämie) führen kann, die mit Schwindel, Sehstörungen oder gar Bewusstlosigkeit einhergeht. Nebenwirkungen von Medikamenten können die Fahrtauglichkeit ebenfalls beeinträchtigen. Der Gesetzgeber erwartet eine ausgeglichenen Stoffwechsel, herbeigeführt durch eine gesunde Ernährung und bei Bedarf durch eine medikamentöse Therapie.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, folgende zehn Tipps zu beherzigen:

  • Diabetikerausweis stets dabei haben
  • immer schnell wirksame Kohlenhydrate z.B. Traubenzucker griffbereit haben
  • Blutzuckertest-Streifen und Insulin im Auto mitführen
  • Medikamenteneinnahme/Insulininjektion und Mahlzeiten wie gewohnt verteilen
  • vor der Abfahrt immer den Blutzucker kontrollieren und protokollieren
  • bei Verdacht auf eine Unterzuckerung nicht losfahren
  • Nie länger als zwei Stunden am Stück fahren - regelmäßige Pausen und Blutzuckerkontrollen
  • Nachtfahrten vermeiden
  • keinen Alkoholgenuss vor oder während der Fahrt
  • regelmäßige ärztliche Untersuchung, inklusive Kontrollen beim Augenarzt.

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