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Beratungsstellen und Akademien: Hilfe für Angehörige



Jeder kann ganz unvermittelt, z. B. durch einen Unfall, in die Situation geraten, dass er selbst oder ein Angehöriger Hilfe braucht. Dann ist man auf schnelle und kompetente Unterstützung bei der Suche nach Lösungen für die neue Situation angewiesen.

Oder Sie oder ein Angehöriger befinden sich schon länger in einer Lebenssituation, die allmählich nicht mehr zu bewältigen ist. Auch dann kann professionelle Hilfe sehr erleichternd und hilfreich sein. Beratungsstellen und Akademien bieten ein breites Spektrum an Angeboten. Demnächst wird es auch immer mehr Pflegestützpunkte geben, in denen gemäß dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz von Juli 2008 Pflegeberater die unterschiedlichen Leistungen für Pflegebedürftige koordinieren und Hilfsangebote vermitteln.

Offen über Sorgen sprechen

Oft tut es schon gut, mit jemandem über die eigene Situation und die bestehenden Probleme offen reden zu können. Auch hierfür haben die Beratungsstellen ein offenes Ohr. Sie können hier ehrlich über Ihre Fragen und Sorgen sprechen. Dies kann ein Anfang sein, die Situation für sich und Angehörige zu verbessern. Oft sind es kleine Schritte, die schon zu einer großen Verbesserung führen.

Erst in den letzten Jahren ist zunehmend in den Blick gerückt, welche wichtige und unverzichtbare Rolle Angehörige in der Pflege chronisch kranker Familienmitglieder spielen. Die familiäre Pflege ist keine Ausnahme. Etwa 90 % aller Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt. Aufgrund der veränderten Altersstruktur der Bevölkerung und der Zunahme chronischer Krankheiten im Alter ist langfristig eine Steigerung des Hilfe- und Pflegebedarfs zu erwarten, so dass die häusliche Pflege immer mehr Menschen betreffen wird.
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