Schwaches Immunsystem: Hilfe aus der Apotheke
Laut Statistik erkranken Erwachsene dreimal pro Jahr an Erkältungskrankheiten. Je nach Alltagsbelastung kommen solche Infekte sogar noch häufiger vor.
Naturheilmittel
Mit natürlichen Immunstimulantien können Sie das Immunsystem stärken und Krankheiten vorbeugen. Bei bereits bestehender Krankheit kann der Krankheitsverlauf verkürzt werden und die Beschwerden werden gleichzeitig abgemildert.
Sonnenhut (Echinacea)Sonnenhut, auch bekannt als Echinacea, stärkt das Immunsystem. Die vorbeugende Einnahme hat sich vor allem als Schutz bei drohenden Erkältungs- und Grippewellen bewährt. Ansonsten werden die Extrakte auch zur unterstützenden Behandlung und Vorbeugung von Atemwegsinfekten bzw. Harnwegsinfekten empfohlen. Kombinationen aus
Echinacea, Lebensbaum und wildem Indigo zeigen eine vergleichbare Wirkung.
Für medizinische Zwecke werden verschiedene Sonnenhut Arten verwendet. Man unterscheidet Echinacea purpurea (roter Sonnenhut, Purpursonnenhut), Echinacea pallida (Blassfarbener Sonnenhut) und Echinacea angustifolia (Schmalblättriger Sonnenhut). Je nach Stammpflanze unterscheidet sich die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe. Noch ist nicht abschließend geklärt, welche Inhaltsstoffe in welcher Kombination hauptsächlich für die Wirkung verantwortlich sind.
Mikrobiologische Therapie
Bei der Mikrobiologischen Therapie werden lebende und abgetötete Bakterien, die keine krankheitserregenden Eigenschaften besitzen, zur Immunstimulation eingenommen. Durch diese Bakterien soll es über die Aktivierung verschiedener Abwehreinrichtungen zu einer Normalisierung der natürlichen Abwehrkräfte kommen.
Info
Die Abwehr durch unser Immunsystem lässt sich nur in begrenztem Umfang stimulieren. So ist zumindest der derzeitige Stand der Wissenschaft. Deshalb wird für Echinacea-Präparate eine maximale Einnahmezeit von 8 Wochen empfohlen. Nach einer angemessenen Pause kann die Anwendung dann wiederholt werden.
Vitamine und Mineralstoffe
Neben Immunstimulantien verbessern auch Vitamine und Mineralstoffe die körpereigene Abwehr. Oder anders formuliert: Mangelzustände behindern die Arbeit des Immunsystems.
Vitamin C
Bei Vitamin C-Mangel fühlt man sich beispielsweise müde und abgeschlagen. Auch die Schleimhäute funktionieren bei zu geringer Vitamin C-Zufuhr nur eingeschränkt. Viren und Bakterien haben dann ein leichtes Spiel, sich in der angeschlagenen Schleimhaut einzunisten. Neben Obst und Gemüse verbessern VitaminC-Präparate die Immunlage. Zitrusfrüchte, Johannisbeeren, Paprika, Blumenkohl oder Brokkoli enthalten besonders viel Vitamin C.
Zink
Zink stärkt ebenfalls das Immunsystem. Deshalb kann sich ein Zinkmangel auch durch eine erhöhte Infektanfälligkeit äußern. Zink ist in Haferflocken, Fleisch (alle Sorten, auch Innereien), Forelle oder frischem Thunfisch enthalten. Bei Zinkmangel eignen sich Brausetabletten oder Dragees, um die Zinkspeicher zu füllen.
Homöopathie
Immunsystem und Abwehrschwäche lassen sich durch
homöopathische Mittel positiv beeinflussen.
Wechselwirkungen und Gegenanzeigen
Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Anwendung von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Auch weitere Hinweise zu den einzelnen Medikamenten finden Sie im Beipackzettel.
Autoren und Quellen
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Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; Vitanet-dsb, Vitanet-gg
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Erstellungsdatum: 21.09.2003
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Aktualisiert am: 11.09.2008
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